Kaufberatung Kletterschuhe

Red Chili

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Auch wenn es für den ungeübten Blick oft nicht gleich zu erkennen ist: Kletterschuh ist nicht gleich Kletterschuh. Neben offensichtlichen Unterschieden (mit Schnürung, mit Klettverschluss oder Slipper), bestimmern auch viele Details (Sohle, Vorspannung, Downturn) den Einsatzbereich. Was diese Begriffe alle bedeuten? Das erklären wir in dieser Kaufberatung.

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Wie finde ich den richtigen Kletterschuh?

Um den richtigen Kletterschuh zu finden, muss du dir überlegen, was du damit klettern willst. Als Orientierung unterscheiden wir hier fünf Einsatzbereiche und ihre Anforderungen:

Einsteiger (Bouldern & Klettern):

Wer mit dem Klettern beginnt, muss sich erst mal an die engen Kletterschuhe gewöhnen. Damit der Anfang nicht gleich ein schmerzhaftes Ende findet, sind Modelle für Einsteiger bequemer geschnitten. Die Sohle darf gerne etwas steifer sein und eine leichte Vorspannung haben, damit fällt das Stehen auf kleinen Kanten und Leisten einfacher. Klettverschlüsse sind besonders einfach zu bedienen. Einsteigerschuhe sind nicht für das Klettern von schwersten Routen konzipiert, dafür verderben sie dir aber nicht gleich den Spaß am Klettern. Anfängermodelle sind günstiger – das ist gut: denn Kletterschuhe haben nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Gerade am Anfang lohnt es sich deshalb nicht, in teure Top-Modelle zu investieren. Wenn du dein erstes (Einsteiger-)Paar durchgeklettert hast, wirst du viel besser einschätzen können, worauf es für dich persönlich beim nächsten Kletterschuh ankommt.

      Einseillängen in der Halle und am Fels (Sportklettern):

      Kletterschuhe für ambitionierte Routen in der Halle oder am Fels sitzen meist sehr eng, haben eine mehr oder weniger ausgeprägte Vorspannung und oft auch Downturn. So bekommst du gut Druck auf die Zehen und stehst bestmöglich auf kleinsten Tritten und Strukturen. Um diese Features richtig nutzen zu können, benötigst du schon etwas Klettererfahrung und eine saubere Technik. Sportkletterschuhe gibt es als Schürschuhe, mit Klettverschluss oder auch als Slipper.

          Alpines Klettern und Mehrseillängenrouten:

          Auf (alpinen) Mehrseillängentouren bist du oft den ganzen Tag unterwegs. Weil du in solchen Touren nicht immer nach jeder Seillänge die Füße aus den engen Schuhen befreien kannst, sind Alpinkletterschuhe weiter und bequemer geschnitten. Viele wählen für solche Touren auch Allround- oder Sportkletterschuhe – nur ein oder zwei Nummern größer als sonst. Das ist okay, weil du auf langen Touren gewöhnlich nicht an deinem persönlichen Schwierigkeitslimit unterwegs bist. Gerade bei alpinen Unternehmungen sind harte und stabile Sohlen angenehm, um den Fuß zu entlasten. Oft werden Alpinkletterschuhe geschnürt, damit du ihren Sitz individuell anpassen kannst. Willst du allerdings zwischendurch am Stand mal schnell aus den Schuhen schlüpfen können, sind Modelle mit Klettverschluss sinnvoll.

              Bouldern:

              Die Mehrzahl der Kletterer geht zum Bouldern in die Halle – einige wenige sind auch draußen an Felsblöcken unterwegs. Grundsätzlich kannst mit ganz normalen Allround- oder Sportkletterschuhen auch zum Bouldern gehen. Arbeitest du dich irgendwann an schwerere Boulderprobleme heran, machen spezielle Boulderschuhe aber durchaus Sinn. Dabei handelt es sich meist um Modelle mit weicher Sohle, die mit besonders hochgezogenem Sohlengummi an der Ferse und sogar auf der Fußoberseite punkten. Damit lässt es sich besser auf abschüssigen Reibungstritten stehen und Kanten mit der Ferse oder den Zehen halten (hooken).

                  Allround:

                  Du willst überall klettern, aber nur einen Schuh für Halle, Fels und lange Touren. Allroundkletterschuhe sind sitzen straff bis eng, haben mittelharte bis feste Sohlen und manchmal etwas Vorspannung. Meist kommen sie mit Klettverschlüssen oder Schnürung. Oft sind sie eine gute Wahl für Einsteiger. Aber wie das so ist mit Allroundern: sie können alles ganz okay, aber irgendwann braucht man mal einen Spezialisten.

                      Brauche ich einen speziellen Schuh für die Kletterhalle?

                      Ja und nein. Grundsätzlich kannst mit jedem Kletterschuh auch in der Halle klettern. Weil die künstlichen Strukturen an den Kletterwänden aber relativ rau sind, nutzen sich die Sohlen (besonders im Zehenbereich) schneller ab. Einige Hersteller bieten deshalb sehr robuste Schuhe mit verstärktem Zehenbereich für die Halle an. Manchmal ist die Sohle auch farbig, damit man den Verschleiß sieht. Viele Leute verwenden darum auch bevorzugt ihre alten (wiederbesohlten) Kletterschuhe für die Halle. Oder schonen ihren (kostspieligen) Sportkletterschuh für die Routen, in denen es schwierigkeitsmäßig wirklich zur Sache geht.

                      La Sportiva

                      Wie groß sollte der Kletterschuh sein?

                      Das ist die häufigste Frage und auch eine der schwersten. Kletterschuhe wählst du in der Regel kleiner, als deine normale Straßenschuhgröße. Da die Kletterschuhgrößen der Hersteller aber unterschiedlich ausfallen, ist es trotzdem schwer, eine pauschale Angabe zu machen. Um den passenden Kletterschuh zu finden, musst du möglichst unterschiedliche Größen und Modelle testen. In den Globetrotter Filialen kannst du gleich mehrere Modelle an der Kletterwand vergleichen. Wenn ein Schuhmodell total aus dem Raster fällt, ist das auch auf globetrotter.de in der Produktbeschreibung erwähnt.

                      Tipps für den Test zuhause: Schuhe max. 10 Minuten tragen, nicht herumlaufen sondern antreten auf Fußleisten oder Treppenstufen, Hooken am Türrahmen für Fersensitz usw. Bitte aus hygienischen Gründen dünne Socken verwenden.

                      Die richtige Größe für Einsteiger: 

                      Dein Schuh sollte so eng sitzen, dass die Zehen innen leicht aufgestellt sind. Das bedeutet: du stößt nicht nur mit den Zehenvorne an, sondern das erste Glied deiner Zehen wird sogar ein wenig nach unten gebogen. Falls du noch nie Kletterschuhe anhattest, wird sich das sehr gewöhnungsbedürftig anfühlen. Aber nur so kannst du mit der Schuhspitze auf kleinen Tritten sicher und präzise stehen und rutscht nicht ab. Schmerzen musst du aber nicht in Kauf nehmen. Es gibt beinnahe so viele Schuhformen, wie es unterschiedliche Füße gibt. Wenn du dir die Form deiner Füße (besonders deine Zehen) anschaust und anschließend einen ähnlich geformten Schuh heraussuchst, hast du gute Chance einen Kletterschuh zu finden, der trotz der Enge nicht schmerzhaft drückt. Mehr über Fuß- und Schuhformen.

                      Neben der Zehenbox (der Bereich vorne im Schuh, in dem deinen Zehen sitzen), sollte aber auch die Ferse ohne Luft im Schuh gut ausgefüllt sein. Auch an der Ferse fallen Füße ganz unterschiedlich aus. Der Schuh darf außerdem nicht zu weit sein, seitlich hin und her rutschen oder Falten bilden. Sonst dreht sich der Schuh weg, wenn du dich mit der Seitenkante auf einen Tritt stellst. Insgesamt sollte sich der Druck, der durch die Enge eines gut sitzenden Kletterschuhs erzeugt wird, gleichmäßig über den ganzen Fuß verteilen und keine punktuellen Schmerzen an Zehen oder Ferse verursachen.

                      Gerade als Anfänger kann man sich schwer vorstellen, wieviel Unbehagen sinnvoll und vertretbar ist, denn es wird sich erst nach einiger Zeit ein gewisser Gewöhnungseffekt an den Kletterschuh einstellen. Das heißt aber nicht, dass du deine neuen Kletterschuhe gleich stundenlang eintragen solltest. Im Gegenteil! Es ist absolut sinnvoll, die Schuhe beim Seilklettern in der Halle oder am Fels nach jeder Kletterroute direkt wieder auszuziehen und zum Sichern ein paar normale Schuhe zu tragen. Um deine Füße langsam an das Tragen von Kletterschuhen zu gewöhnen und um unnötige Schmerzen zu ersparen, solltest du dir zunächst ein Paar Einsteiger-Kletterschuhe zulegen.

                      Die richtige Größe für deinen Einsatzbereich:

                      Ein Schuh für Mehrseillängentouren sollte so groß sein, dass du auch nach mehreren Stunden deine Zehen noch spürst. Ist hingegen in einer harten Sportkletterroute Top-Performance vom Schuh (und Kletterer) gefragt, sitzt der Schuh möglichst eng. Sogar Schmerzen werden dann oft für die eine Seillänge ignoriert, bzw. man gewöhnt sich dran. Je länger und häufiger man klettert, und je höher die Schwierigkeitsgrade sind, in denen du dich bewegst, desto enger darf dein Kletterschuh also ausfallen.

                      Nur zur Info und nicht nachmachen: Top-Kletterer Adam Ondra klettert mit Schuhen, die vier (!) Nummern kleiner sind, als seine normalen Straßenschuhe.

                      Auch das Material beeinflusst die Größenwahl:

                      Lederschuhe weiten sich durch den Gebrauch noch. Schuhe aus synthetischen Materialien halten eher die Größe. So etwas machen sich erfahrene Kletterer zunutze. Neue Kletterschuhe aus Leder nehmen sie dann für kurze, schwere Routen. Ist der Schuh schon etwas ausgeleiert und bequemer (oder sogar schon wiederbesohlt) wird er zum Training, in der Halle oder auf langen Mehrseillängen verwenden.

                      Tipp: Achte als Kletterer darauf, dass du deine Zehennägel kurz hältst – das ist auch beim Anprobieren von Kletterschuhen wichtig.

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                      Trägt man Socken im Kletterschuh?

                      Da gibt es keine pauschale Antwort. Oft klettern Anfänger mit Socken, weil sie es von Leihschuhen in der Kletter- oder Boulderhalle (Hygienemaßnahme) gewöhnt sind.

                      Auch Fortgeschrittene greifen manchmal zu Socken. Denn Socken können verhindern, dass die Kletterschuhe starken Schweißgeruch annehmen, reduzieren Reibung und Druck am Fuß und geben etwas Wärme. Erfahrungen zeigen außerdem, dass die Schuhe weniger ausleiern, wenn sie dank Socken nicht so stark vollgeschwitzt werden. Mit ganz dünnen (Nylon-)Socken gleitet man sogar besser in sehr enge Schuhe hinein.

                      Auf der andere Seite kann eine extra Schicht zwischen Fuß und Schuh auf klitzekleinen Tritten die Performance beeinträchtigen. Die meisten Kletterer schlüpfen deshalb ohne Socken in ihre Schuhe, weil so das Gefühl und die Kontrolle im Schuh direkter sind.

                      Wichtig für die Anprobe: Wenn du künftig mit Socken klettern willst, solltest du die Schuhe auch mit entsprechenden Socken anprobieren. Schon eine dünne Baumwollsocke kann über eine halbe Schuhgröße oder mehr entscheiden. Willst du barfuß im Schuh klettern, probiere die Kletterschuhe aus hygienischen Gründen am besten mit ganz feinen Nylonstrümpfen an.

                      Kletterschuhe zum Schnüren, mit Klettverschluss oder als Slipper?

                      Das ist ebenfalls eine Geschmacksfrage, die letztlich jeder für sich selbst beantworten muss. Hier ein paar Hilfen zur Meinungsbildung:

                      • Schnürschuhe, mit einer Schnürung fast an die Fußspitze, lassen sich sehr individuell an den Fuß anpassen. Dadurch geben sie gleichmäßig Halt, drehen sich nicht weg und machen alle Bewegungen mit. Das kann besonders hilfreich sein, wenn du schmale Füße hast. In der Regel dauert das Auf- und Zuknoten der Schuhe etwas länger als das Anziehen von Schuhen mit Klettverschluss.
                      • Schuhe mit Klettverschluss können für dich die richtige Wahl sein, wenn du beim Klettern die Schuhe zwischendurch oft ausziehst – etwa beim Wechsel zwischen Sichern und Klettern oder weil die Schuhe sehr eng sitzen. Je nach Konstruktion lassen sie sich auch recht gut an den Fuß anpassen, aber meist nicht so perfekt wie ein Schnürschuh. Mehrere gegenläufige Klettverschlüsse (einer von rechts, einer von links) und große Klettflächen ermöglichen individuelle Anpassungsmöglichkeiten.
                      • Slipper ganz ohne Verschluss sind wie ein Socken sehr schnell an- und ausgezogen und sehr leicht. Aber du musst wirklich das Modell finden, das perfekt zu deiner Fußform passt – die Schuhe lassen sich eben nicht mal schnell enger oder weiter stellen. Reine Slipper sind deshalb weniger verbreitet und eher etwas für erfahrene Kletterer.

                      Aus welchem Material sollten Kletterschuhe sein?

                      Die Sohlen und Verschlüsse mal ausgenommen, besteht das Obermaterial von Kletterschuhen aus Leder oder synthetischen Materialien wie Kunstleder oder auch Textil-Strick.

                      • Leder hat den Vorteil, dass es sich mit der Zeit etwas an den Fuß anpasst. Gleichzeitig bedeutet das aber auch: der Schuh weitet sich noch zu einem gewissen Maße. Das sollte man bei der Größenwahl auf jeden Fall mitbeachten, und lieber eine etwas kleinere Größe wählen, damit der Schuh nicht schon nach kurzer Zeit des Tragens zu weit wird.
                      • Synthetische Materialien hingegen können sich zwar auch leicht anpassen, aber sie weiten sich nicht so sehr wie Leder. Beim Kauf eines sehr engen Synthetikmodells sollte man nicht darauf spekulieren, dass der Schuh noch größer wird. In Synthetikschuhen schwitzt man auch stärker.

                      Übrigens: Es gibt auch komplett vegane Kletterschuhe ohne Einsatz von tierischen Materialien. Dabei handelt es sich um Synthetikschuhe, bei denen auch die verwendeten Klebstoffe nicht – wie sonst üblich – auf tierischen Rohstoffen basieren.

                      Gibt es Unterschiede bei den Sohlen?

                      Es gibt härtere Sohlen, die den Fuß gut auf kleinen Tritten unterstützen. Und es gibt weiche Sohlen, die sind sensitiver, man spürt den Fels besser durch den Schuh hindurch. Wie hart oder weich eine Sohle ist, hängt zum einen von der Sohlendicke, zum anderen von der verwendeten Gummimischung ab. Weiche Gummimischungen haben etwas mehr Grip und »kleben« am Fels. Härtere Mischungen nutzen sich dafür nicht so schnell ab. Auch die Vorspannung und der Downturn eines Schuh haben Einfluss auf die Formung der Sohle und ihre Klettereignung für verschiedene Felsformationen. Mehr dazu im nächsten Absatz.

                      Was sind Vorspannung und Downturn?

                      • Vorspannung bekommt ein Schuh durch ein Gummiband, das von vorne kommend, einmal um die Ferse führt. Dadurch wird der Schuh mehr oder weniger stark über deinen Fuß gespannt. Viel Vorspannung sorgt für mehr Kraft auf kleinen Tritten und schmalen Leisten. Auf abschüssigen Reibungsplatten ohne allzu ausgeprägte Tritte hingegen sind Schuhe mit viel Vorspannung nicht angenehm, weil es damit schwerer fällt, möglichst viel Sohlenfläche auf den Fels zu bringen. Und auch das Hooken mit den Zehen oder der Ferse ist in stark überhängenden Abschnitten mit viel Vorspannung meist schwieriger.
                      • Downturn ist die Biegung, die die Sohle direkt an der Fußspitze nach unten macht. Downturn hilft dir zum Beispiel, im überhängenden Gelände auf den Tritten stehenzubleiben. Damit du dich mit den Zehen regelrecht in die Wand krallen kannst, werden die Zehen in den sehr engen Schuhen stark aufgestellt, das heißt nach unten umgebogen.

                      Vorspannung und Downturn sind eher ein Thema für fortgeschrittene Kletterer. Eine leichte Vorspannung im Schuh ist aber auch für Einsteiger okay. Wenn du zum ersten Mal ein Klettergebiet besuchst, ist es nicht verkehrt, sich vorab zu informieren, ob dich dort eher trittarmes Reibungsklettern auf Granit oder senkrechte Kletterei an Löchern und Leisten an Kalkfelsen erwartet.

                      Gibt es Schuhe für spezielle Fußformen?

                      Auch Kletterschuhe werden auf einem Leisten gefertigt, der die spätere Form des Schuhs vorgibt. Die Leisten fallen je nach Hersteller, Modell und Einsatzbereich sehr unterschiedlich aus. Am Anprobieren führt deshalb selten ein Weg vorbei. Es gibt jedoch zwei Merkmale, die dir bei der Entscheidung für einen Kletterschuh helfen können:

                      • Schmale und breite Leisten: Kletterschuhe fallen unterschiedlich breit aus. Achte darauf, dass du einen Schuh passend zu deiner eigenen Fußbreite wählst. Ein breiter Fuß tut in einem schmalen Schuh nur unnötig weh. Ein breiter Schuh auf einem schmalen Fuß ist zu weit und wird sich verdrehen, sodass der sichere Halt beim seitlichen Stehen auf Tritten leidet.
                      • Symmetrische und asymmetrische Leisten: Während symmetrische Leisten bei Kletterschuhen vorne rund sind und damit der normalen Form von Straßenschuhen ähneln, sind asymmetrische Leisten deutlich in Richtung großer Zeh gebogen. Das hilft beim Antreten auf kleinen Tritten. Um die Vorteile von asymmetrischen Leisten voll auszunutzen, sollte man schon eine gute Fußtechnik mitbringen.

                      Wirf auch unbedingt mal einen Blick auf deine Füße, denn auch deine Zehenform sollte bei der Findung der optimalen Passform berücksichtigt werden. Man unterscheidet drei Formen:

                      ägyptisch: der große Zeh ist der längste Zeh am Fuß und steht am weitesten vor. Die Länge der anderen Zehen nimmt gleichmäßig bis zum kleinen Zeh ab. Dieser Fußform passt oft ein asymmetrischer Leisten besser.

                      römisch: der große und der zweite Zeh sind gleich lang, danach nimmt die Länge der Zehen gleichmäßig bis zum kleinen Zeh ab. Auch für diese Fußform passt häufig ein asymmetrischer Leisten besser.

                      griechisch: hier ist die zweite Zehe der längste Zeh am Fuß und steht am weitesten vor. Der große Zeh ist etwas kürzer. Dieser Fußform passt meist ein symmetrischer Leisten gut.

                      Kann ich Kletterschuhe neu besohlen lassen?

                      Ja, das geht und solltest du auch machen lassen. Eine neue Sohle ist immer günstiger, als ein neues Paar zu kaufen (und schont Ressourcen). Viele Kletterer nutzen ihre neu besohlten Schuhe als gut eingekletterte Trainingsschuhe. Lokale Anbieter findet ihr oft am Schwarzen Brett eurer Kletterhalle. Aber auch über Globetrotter kannst du dir deine Kletterschuhe neu besohlen lassen. Wenn das Randgummi noch nicht durchgeklettert ist, kostet eine Neubesohlung 50 Euro in der Globetrotter Werkstatt.

                      Wann brauche ich neue Kletterschuhe?

                      Wenn du klettern gehst, nutzen sich Kletterschuhe naturgemäß ab. Als erstes ist die Sohle vorne an der Spitze durchgeklettert. Dieser Verschleiß ist unvermeidlich, denn die Gummisohlen und der Sohlenrand reiben ja permanent an der rauen Kletterwand. Das geht oft schneller als erwartet – wenn du mehrmals die Woche in der Kletterhalle kletterst, werden deine Sohlen unter Umständen bereits nach drei Monaten durchgeklettert sein! Je weicher die Gummimischung, desto schneller verschleißt die Sohle – hier muss man sich manchmal zwischen Haltbarkeit und Kletterperformance entscheiden. Immerhin kannst du die Sohle deiner eingekletterten Schuhe zwei bis drei Mal ersetzen lassen, wenn auch meist mit leichten Abstrichen bei der anschließenden Form des Schuhs. Infos hier.

                      Weitere Gebrauchserscheinungen: die Schuhe weiten sich, sie verlieren Vorspannung und fangen oft an zu stinken. Das alles führt dazu, dass du irgendwann neue Schuhe brauchst. Aber wie weiter oben beschrieben macht es Sinn, sich irgendwann ein zweites oder drittes Paar zuzulegen und die alten Schuhe für Training und lange (alpine) Routen zu benutzen.

                      Wieviel kostet ein Kletterschuh?

                      Die Preisspanne liegt etwa zwischen 80 Euro und 150 Euro. Unter den günstigeren Schuhe findest du vor allem Einsteiger- und Allroundschuhe. Je höher die Anspüche an die Schuhe werden, desto teurer auch der Preis – dafür bekommt man dann aufwändigere Schnitte, spezielle Materialien und besonders durchdachte Details. Das komplette Kletterschuhsortiment von Globetrotter findest du hier.

                      Text: Julian Rohn
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