Markenbotschafter (Mitarbeiter): Simon Michalowicz

Konjunktive wie „hätte, würde, wäre“ halten die meisten von uns andauernd von größeren Vorhaben ab. Simon Michalowicz hat diese Konjunktive für sich gestrichen. Er sucht nach Herausforderungen und verlässt dafür regelmäßig seine Komfortzone.

Simon Michalowicz

Simon im Portrait

SIMON MICHALOWICZ
Simon (*1981, Dortmund), kündigte seinen langjährigen Bürojob in der IT-Branche, nachdem er auf dem Rothaarsteig und bei Fahrrad- und Wandertouren durch skandinavien seine Leidenschaft für die Natur entdeckt hatte. Vor allem Norwegen hat es ihm angetan, und er genießt es, den Menschen dieses einzigartigen Landes zu begegnen, ihre Geschichten zu hören und dort im Sommer wie im Winter auf Entdeckungsreise zu gehen. Zuletzt wanderte er erneut, diesmal mit seiner Freundin, vom südlichsten bis zum nördlichsten Punkt. Er arbeitet als Berater in der Filiale Dresden.
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Simon im Globetrotter Magazin

Simon im Interview

Wie kamst du zum Weitwandern? 
Zum Weitwanderer bin ich eigentlich durch Zufall geworden. Der Rothaarsteig war eröffnet worden und ein Kumpel und ich haben in einer Bier­laune beschlossen, dass wir den mal wandern, weil er vor der Haustüre ist. Dann haben wir mal geschaut, was wir an Ausrüstung haben, und sind das Ganze im Expeditionsstil gefechts­mäßig angegangen. Mit 25-Kilo-Rucksäcken, riesige­­m Tunnelzelt, Benzinkocher, Essen für eine Woche – und haben für die 150 Kilometer zwei Jahre gebraucht. Zweimal eine Woche. Das war die Einstiegsdroge.

Und heute bist du Profiwanderer?
Nichts da. Alles, was ich bis heute gemacht habe, mache ich in meiner Freizeit nach der Arbeit. Die ersten Touren waren ganz normaler Urlaub und für die erste große Tour – Norwegen der Länge nach – habe ich bei meinem damaligen Arbeitgeber gekündigt.

Ich habe dann angefangen, mich mit »Norge på langs« zu beschäftigen und es immer vor mir hergeschoben: als Rettungsanker, wenn ich hier die Faxen so richtig Dicke habe und ich mal einfach was machen möchte, auf das ich richtig Bock habe.

Simon

Wie lange hast du für die 3000 Kilometer gebraucht?
Ich habe beim ersten Mal 140 Tage gebraucht. Wer Gas gibt, schafft es auch in 90 Tagen. Da die Route zwischen Start und Ziel frei wählbar ist, kann man jederzeit zwischen schönen, naturnahen Wanderwegen oder der schnörkellosen, aber langweiligen Straße wählen.

Warum zu Fuß und nicht etwa mit dem Fahrrad?
In Norwegen kannst du fast die ganze Strecke in den Bergen laufen und das finde ich viel, viel reizvoller, als es mit einem Trekking-Rad auf der Straße zu machen.

Bist du gern allein unterwegs?
Ich bin sehr gerne alleine unterwegs und komme auch wirklich gut mit mir klar. Mit einem Partner würde ich so eine lange Tour nur machen, wenn man eins zu eins auf der­selben Wellenlänge unterwegs ist – so wie mit meiner Freundin Anni.

Bei den Globetrotter Wandertagen wanderst du 45 Kilometer durchs Elbsandsteingebirge – schüttelst du das aus dem Ärmel? 
Aus dem Ärmel nicht, vor allem, wenn viele Höhenmeter angesagt sind. Aber ich gehe da schon recht entspannt ran, weil ich einfach weiß, dass ich es kann – körperlich wie mental. Wenn man einen Schritt vor den anderen setzt, kommt man irgendwann an. 

Weiteres Interview: https://www.globetrotter.de/magazin/simon-michalowicz/

Simon war zu Gast im Globetrotter Podcast bei Raufgehört. Die ganze Episode kannst du hier anhören:

Text: Frederieke Krippeit